Mittwoch, 28. März 2018

Rezension zu "Krokodilwächter"

Autor: Katrine Engberg
Erscheinungsdatum: 28.03.2018
Verlag: Diogenes
ISBN: 9783257070286
Preis: 22,00€

Bewertung: ★★★★☆

Eine junge Frau wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden, doch die Polizei tappt im Dunkeln.
Bis ein Manuskript auftaucht, dass den Mord in allen Details beschreibt.
Doch dann geschehen noch weitere mysteriöse Morde und für die Polizei beginnt die Uhr zu ticken…

Ich mag das Cover sehr gerne. Diese Krater im Umschlag finde ich super interessant und es passt auch sehr gut zum Inhalt des Buches.

Ehrlich gestanden habe ich um den Diogenes-Verlag immer einen kleinen Bogen gemacht, denn damit verbinde ich nur unliebsame Schullektüren.
Jedoch haben mich die ersten paar Seiten schon direkt gefangen genommen, denn es wurde nicht viel um den heißen Brei geredet, sondern die Autorin ist gleich zur Sache gekommen.
Das Szenario an sich war jetzt nicht sonderlich spektakulär, oder besonders furchterregend, aber durch viele individuelle Merkmale (Mehr kann ich an der Stelle nicht sagen, ohne zu spoilern) ist es dennoch nicht langweilig oder eintönig.
Allerdings muss ich zugeben, dass es, für meinen Geschmack, an manchen Stellen zu sehr in die Länge gezogen wurde.
Natürlich kamen immerwieder neue Erkenntnisse zutage, sodass man auch als Leser immer wunderbar miträtseln konnte, aber ob man wirklich alle 504 Seiten gebraucht hätte, wage ich zu bezweifeln.
Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen – von offenen, herzlichen Menschen, bis zu skrupellosen und intriganten Geschäftsleuten ist alles vertreten.
Nur Jeppe ist mir ein wenig zu klischeebehaftet. Schaut man sich eine Krimiserie im TV an, oder liest einen Krimi, so gibt es fast immer einen Kommissar, der grade bis zum Hals in einer tiefen Lebenskrise steckt und versucht diese mit Alkohol und Tabletten zu betäuben. In der Hinsicht war also nichts Neues dabei und ehrlich gesagt war mir das bei ihm auch ein wenig zu viel des Guten.
Anette dagegen ist ein wenig zu kurz gekommen, sie fand ich nämlich auch irgendwie interessant, von ihr hätte ich gerne mehr erfahren.
Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, ich bin geradezu durch die Seiten geflogen und konnte es kaum glauben, dass ich tatsächlich schon fertig bin.
Das Ende war mir dann aber doch ein wenig zu verworren, zu viele Geschichten, die zu einer zusammenfließen und zu viele Charaktere die beteiligt sind.
Hier hätte ich mir ein wenig mehr Durchblick gewünscht, aber sonst, ein sehr gelungener Krimi.

Fazit:

Ein toller Krimi mit viel Abwechslung und Spannung – Lohnt sich! 

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