Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension zu "Kitchen"

Autor: Banana Yoshimoto
Erscheinungsdatum: 01.11.1993
Verlag: Diogenes
ISBN: 9783257261134
Preis: 10,00€

Bewertung: ★★★★★

Ein paar Worte vorab: Wie ihr seht ist dieses Buch keine Neuerscheinung. 
Aber ich habe es zum Geburtstag bekommen und daher gestern gelesen. 
(An der Stelle ein riesiges Dankeschön an Martin für dieses wunderbare Geschenk!)
Und obwohl dieses Buch schon so alt ist wie ich selbst, ist die Problematik wohl aktueller denn je!
Es ist es auf jeden Fall Wert mal einen Blick hineinzuwerfen! 


Einsamkeit ist wohl ein Gefühl, das jeder von uns kennt. Die einen trifft es härter, die anderen kommen besser damit klar. Doch wir alle haben damit zu kämpfen und wir alle müssen einen Weg finden, damit umzugehen. 

Das Cover fand ich am Anfang ziemlich langweilig und nichtssagend. Aber wenn man sich ein wenig in die Geschichte reingelesen hat, gewinnt es unglaublich an Bedeutung und passt daher einfach perfekt. 

Ich weiß gar nicht wo ich mit dieser Rezension anfangen soll...eigentlich wollte ich eine Nacht drüber schlafen, um die Eindrücke aus dem Buch zu verarbeiten, aber mich hat es einfach in den Fingern gejuckt meine Meinung zu diesem Buch niederzuschreiben. 
Ich muss gestehen, ich war ein wenig skeptisch. 
Das ist eigentlich so gar nicht mein Genre, und eigentlich mache ich mir aus asiatischen Romanen auch nicht viel - die sprechen mich einfach generell nicht an. 
Da dies ein Geburtstagsgeschenk war, hab ich aber beschlossen ihm eine Chance zu geben. Und ich bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil: ich würde es bereuen, wenn ich es im Schrank hätte verstauben lassen. 
Über die Handlung kann ich nicht viel sagen, denn an sich passiert nichts spannendes: keine wilden Verfolgungsjagden, keine dubiosen Morde und keine Vampire, die in der Sonne glitzern. 
Einfach nur eine Handvoll Menschen, die versuchen mit ihrer Einsamkeit zurechtzukommen. 
Aber das Buch ist so poetisch und so einfühlsam geschrieben, dass es mir einfach die Sprache verschlagen hat. Die Autorin hat einfach durch Worte so viele Emotionen vermittelt, dass ich selbst irgendwann nicht mehr wusste, wie mir geschieht. 
Ich habe gelacht und geweint und noch mehr geweint. Besonders die Novelle am Ende, "Moonlight Shadow", hat mich in eine Gefühlswelt entführt, die ich so bisher, hervorgerufen durch ein Buch, noch nicht kannte.  
So viel Stärke und so viel Leid in einem - Hut ab an die Autorin, dass sie es wirklich schafft nur mit lyrischen Mitteln den Leser so zu verzaubern. 

Fazit: Ein unscheinbares Buch, das sich als ein wahrer Schatz herausgestellt hat. Ein Must- Read für alle Fans von fantastischer Sprache und großen Emotionen! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen